Oft gestellte Fragen
Wir möchten, dass Sie sich bei uns nicht nur medizinisch, sondern auch gut informiert aufgehoben fühlen. Hier finden Sie klare Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um unsere Privatordination und Behandlungsabläufe.
Was tun bei Angst vorm Zahnarzt?
Sie sind mit Ihrem Problem nicht alleine! Sie und etwa weitere 800.000 Österreicher haben schwere Zahnarztängste. Sie gehen nur im höchsten Notfall zu einem Zahnarzt und erleben immer wieder dasselbe: Schmerzen und Zahnarzt – Zahnarzt und Schmerzen.
Nun ohne einen Ersttermin wird es nicht gehen. Gegenseitiges Kennenlernen, eine sanfte Erstuntersuchung, eine Problemanalyse und einige Behandlungsvorschläge und ein Behandlungsplan werden erstellt.
Ich erkläre Ihnen alle Mittel zur Schmerzausschaltung, wie die nächste Behandlung aussieht und wie sie als Patient den Zahnarztbohrer abschalten können, falls es schmerzt.
Sind sie ein Kassenarzt?
Ich musste am Anfang meiner zahnärztlichen Tätigkeit entscheiden, ob ich einen Kassenvertrag anstrebe oder nicht.
Als Zahnarzt will ich keine Amalgamfüllungen machen müssen und aufwändige Wurzelbehandlungen unter dem Mikroskop nach Zeitaufwand verrechnen können.
Weiters will ich Zeit für meine Patienten haben und keine Massenordination führen.
Da ich als Kassenarzt einerseits Amalgamfüllungen anbieten müsste und andererseits Vertragsleistungen wie Wurzelbehandlungen zum (sehr niederigen) Kassentarif durchführen müsste habe ich mich gegen einen Kassenvertrag entschlossen.
Trotzdem können Sie meine Honorarnoten bei Ihrer Pflichtversicherung (GKK oder andere) und auch bei Ihrer privaten Zahnversicherung zur jeweiligen Rückvergütung einreichen. Senden Sie die Originalhonorarnote an die Pflichtversicherung und die Kopie der Honorarnote an die eventuelle private Zahnversicherung.
Schreiben Sie nur mit der Hand „Bitte um Rückerstattung auf mein Konto“ auf die Honorarnote. Bankleitzahl und Kontonummer nicht vergessen.
Verzichten Sie nicht auf das Geld, das Ihnen zusteht.
Lange nicht beim Zahnarzt gewesen?
Egal welcher Patiententyp Sie sind, eines sollten Sie wissen. Wir schimpfen niemals mit Ihnen. Im Gegenteil, wir loben Sie, weil es oft ein große Leistung ist, nach langer Zeit einen Zahnarzttermin zu vereinbaren.
Werden in Ordination operative Eingriffe durchgeführt?
Ja, natürlich führe ich auch operative Eingriffe durch. Nach einer Untersuchung stelle ich fest, ob meine Ausstattung und Fähigkeiten geeignet sind oder ob besser eine höhere Instanz diesen Eingriff durchführen sollte. Wir führen besonders Wurzelspitzenresektionen (unter dem Operationsmikroskop), operative Entfernungen von Weisheitszähnen und Implantatoperationen durch.
Falls Weisheitszähne sich in besonderer Lage zu Nerven befinden oder ob bei Implantatoperationen ein Knochenaufbau nötig ist, kann dies vorab diagnostiziert werden. In diesen Fällen überweise ich Sie an die Klinik oder an spezialisierte Kieferchirurgen. Einzig das Wohl des Patienten ist für diese Entscheidungen ausschlaggebend.
Bei welchen Symptomen sollte unbedingt ein Zahnarzt aufgesucht werden?
Wenn es erst einmal weh tut, ist der optimale Zeitpunkt für eine einfache Behandlung oft schon verstrichen. Wir legen großen Wert auf Prävention, um Schäden zu vermeiden, bevor sie entstehen. Bitte nehmen Sie Warnsignale ernst und kommen Sie lieber einmal „vergeblich“ zu uns, als zu spät.
Hilft eine Schnarchschiene?
Schnarchschienen halten das Unterkiefer in einer vorderen Position. Dadurch kann die Zunge nicht nach hinten gleiten und den Atemweg verlegen.
Es gibt mindestens 80 verschiedene Typen von Schnarchschienen. Die von mir bevorzugte Schiene ist die TAP-Schiene. Sie ist angenehm zu tragen und wirksam.
Zuerst bekommen Sie von mir ein MESAM-Gerät mit nach Hause. Dieses Gerät zeichnet während des Schlafes die Anzahl der Atemzüge, die Anzahl der „Schnarcher“, und Anzahl der Apnoen (Atemaussetzer) auf.
Die Anzahl der Apnoen ist entscheidend für die Schwere des Schnarchproblemes. Anhand dieser Werte wird in leichten, mittleren und hohen Schweregrad eingeteilt.
Leichte und mittlere Schweregrade können mit Schnarchschienen erfolgreich therapiert werden. Alle anderen Patienten sollten sich in einem Schlaflabor untersuchen lassen.
Die beste Therapie (Goldstandard) ist die Behandlung mit der Atemmaske (CPAP). Diese Geräte werden von den Krankenkassen auch zur Verfügung gestellt. Allerdings ist die Benützung ziemlich unangenehm.
Was hat Schnarchen mit den Zähnen zu tun?
An den Zähne wird das Therapiegerät nachts verankert. Das ist wie eine abnehmbare Zahnspange. Eine Schiene wird im Oberkiefer und die andere wird auf das Unterkiefer aufgesteckt. Ein Führungsrille hält das Unterkiefer in einer leicht vorgeschobenen Position.
Dadurch wird der Atemweg im Rachen freigehalten, weil die Zunge nicht nach hinten fallen kann. Der Patient kann auch im Tiefschlaf nicht mehr schnarchen.
Logischerweise müssen für diese Therapie die Zähne eine gewisse Festigkeit aufweisen, da sie sind durch den Zug des Unterkiefers verschoben werden.
Warum ist die Ordination speziell für Wurzelbehandlungen ausgestattet?
Mein besonderes Interesse für Wurzelbehandlungen wurde bei einem Studienaufenthalt im Jahr 1993 an der Penn Dental School in Philadelphia geweckt. Selten gibt es in einem Menschenleben Momente, ab denen ein Leben in eine andere Richtung verläuft. Man könnte es Erweckung oder Erleuchtung nennen.
Für mich kam dieser Moment am ersten Tag eines Studienaufenthaltes in Amerika, als ich bei Prof. Syngcuk Kim zum ersten Mal bei einer Wurzelbehandlung unter dem Mikroskop zusah. Bisher konnte ich bei einer Wurzelbehandlung die Kanaleingänge nur tasten. Bei der Behandlung unter dem Mikroskop kann man die Kanäle sehen. Aus der tastenden Zahnheilkunde wurde eine sehende Zahnheilkunde.
In der Folge habe ich meine Praxis 1994, als Erster in Österreich, mit einem Mikroskop ausgestattet. Für die besonderen Möglichkeiten, die sich mit der besseren Sicht unter dem Mikroskop ergaben, mussten erst die entsprechenden Instrumente entwickelt werden.
Am Anfang hat man sich buchstäblich Instrumente selbst gebaut. Als gelernter Schlosser fiel mir das nicht schwer. Auch heute bauen wir Mikrodüsen für das Sandstrahlen im Kanal selbst, weil die Industrie das nicht erzeugt.
Wie oft sollte man zum Zahnarzt gehen?
Alles braucht regelmäßig Kontrolle, Wartung und Pflege. Autos, Dachrinnen, Heizungen, Bäume, Kühlschränke und selbst Denkmäler. Auch die Zähne.
Wirklich gut durch wissenschaftliche Untersuchungen dokumentiert ist, dass Zähne 2 mal täglich gereinigt und 2 mal jährlich kontrolliert werden sollen. Das sind die Mindestanforderungen. Wer das nicht einhält, bekommt mit Sicherheit Probleme.
Der Vorteil der regelmäßigen Untersuchung ist, dass beginnende Probleme im Ansatz erkannt werden. Kleine Schäden werden nicht zu großen Problemen.
Ich behaupte, dass hinter den Lippen das Unterbewusstsein beginnt. Das Unterbewusste lässt sich bekanntlich meistens ganz gut verdrängen. Für die Verdrängung verantwortlich ist der innere Schweinehund. Leider auch ein sehr liebenswertes Wesen. Aber den muss man, bei aller Freundlichkeit, halt ab und zu überwinden.